Achtung, Kommunikation!
27. August 2010 von kerstinIch weiß nicht, wie oft ich schon den Satz gehört habe: »Um unsere Kommunikation nach außen kümmert sich unsere Marketingabteilung.« Auch »Für die Kommunikation ist bei uns Herr A. oder Frau B. zuständig,« ist mir inzwischen sehr bekannt. Offen gesagt, die Aussagen sind vielleicht noch zu verstehen, wenn sie sich auf die konkrete Produktion einer Broschüre oder einer Homepage beziehen.
Insgesamt gesehen gilt jedoch, was Paul Watzlawick schon vor Jahren so treffend gesagt hat: du kannst nicht nicht kommunizieren. Kommunikation beschränkt sich nicht auf eine Abteilung, nicht auf Broschüren oder eine Homepage. Sie findet permanent statt, beispielsweise durch
> das Aussehen und die Funktion von Produkten eines Unternehmens.
> die Art und Weise der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Zulieferern.
> die Weise, in der E-Mails oder telefonische Anfragen beantwortet werden.
> die Art, in der Kunden persönlich empfangen werden.
> die Einbindung in das kulturelle Umfeld etc., etc. etc.
Kommunikation ist so allgegenwärtig – selbst nichts zu sagen ist eine Aussage. Was lässt sich daraus schließen? Man könnte darauf kommen, dass Kommunikation eine unglaublich anstrengende, Nerven kostende Angelegenheit ist, der man hilflos gegenüber steht.
Oder besser: man sieht es positiv. Dann gibt das weite Feld der Kommunikation jedem unzählige Möglichkeiten, das, was er mitteilen und bekannt machen möchte, nach außen zu tragen. Jeder Einzelne, jedes Unternehmen hat viele Optionen, die eigene Kommunikation zu verbessern – von naheliegend und einfach bis aufwändig und exklusiv. Kreativität, stimmige Kombination und Flow erschöpfen sich dabei eben nicht in der Fertigung einer Broschüre oder eines Messestandes, sie sind wichtig für die Summe aller Teile, die für ein einzigartiges und überzeugendes Gesamtbild verantwortlich sind.
Am Ende ist es wie so oft: bleibt man hilflos oder nutzt seine Möglichkeiten? Alles eine Frage von Blickwinkel, Aktivität – und Verstand.

